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Dienstag, 28. März 2017

Ruine Altenstein – eine Grenzfeste

Ein Ausflugsziel auf den Höhen des Werratals

Natürlich kann der geneigte Wanderer die Ruine der Burg Altenstein auf verschiedene Wege erreichen. Da wäre zum einen der insgesamt 133 Kilometer lange Burgensteig X5, der von Hann. Münden bis Nentershausen führt. Im Abschnitt zwischen Witzenhausen und Bad Soden Allendorf bieten sich neben den klassischen touristischen Zielen wie Schloss Berlepsch, Burg Hanstein,  Burg Ludwigstein oder das spektakuläre Schloss Rothestein eben auch die kleine Burgruine Altenstein zum Besuch ein. Auch über den 13,5 Kilometer langen Rundwanderweg P16, auf dem der X5 ein Stück entlangführt, lässt sich die Ruine der 1329 erstmals erwähnten Grenzfestung gegen das mainzische Eichsfeld erreichen.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Die Oberweser Dampfschiffahrt

Die Gründung der Vereinten Weser-Dampfschifffahrt-Aktiengesellschaft 1842 in Hameln läutete die Fahrgastschifffahrt auf der Weser ein. Mit dem Raddampfer Hermann, einem Neubau aus Paris betrieb die Gesellschaft am Herbst 1843 immerhin einen Liniendienst, der von Hann Münden bis nach Bremen reichte. Gerade ein Jahr später schaufelten sich die auch die eisernen Seitenraddampfer Germania, Wittekind und Blücher, ab 1846 zusätzlich die Weser flussauf- und abwärts. Das Buch aus der Serie Bilder der Schifffahrt des Sutton Verlags erzählt anhand von historischen und aktuellen Fotos die wechselvolle Geschichte der Fahrgastschifffahrt auf der Oberweser.

Montag, 10. Oktober 2016

Das Eschweger Zinnfigurenkabinett

Eine spannende Reise in die regionale Vergangenheit


Zugegeben, vor allem wegen des ansprechenden Prospektes wollten wir schon immer einmal das Zinnfigurenkabinett in Eschwege besuchen. Es gab allerdings immer etwas Wichtigeres, so dachte ich jedenfalls. Mal war das Wetter zu schön, um ins "Museum" zu gehen, mal war es zu schlecht, um extra für eine Ausstellung, die - so meine Vorstellung - vor allem massenweise Zinnsoldaten präsentiert, von Witzenhausen nach Eschwege zu fahren. Und nicht zuletzt war es nicht immer so einfach, unsere Freizeitaktivitäten mit den Öffnungszeiten des Zinnfigurenkabinetts in Übereinstimmung zu bringen. Am vergangenen Sonntag aber war es so weit. Gezielt machten wir uns auf den Weg . . . und irrten zunächst einmal in der Stadt herum. Hinweisschilder gab es durchaus, die aber muss der Ortsunkundige erst einmal finden. Während wenigstens der Weg zur nahegelegenen Tourismusinformation sinnvollerweise an jeder entscheidenden Stelle behinweist wird, sind die Verantwortlichen beim Zinnfigurenkabinett deutlich sparsamer vorgegangen. Eine freundliche Dame, die von ihrem Fenster aus unsere verzweifelte Suche beobachtete, gab uns schließlich den entscheidenden Hinweis. Es erwartete uns eine außerordentlich positive Überraschung.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Evangeliar Heinrichs des Löwen ist jetzt national wertvolles Kulturgut

Evangeliar Heinrich des Löwen. Helmarshausen um 1180. Wolfenbüttel Cod. Guelf. 105 Noviss. 2º
Heimatverein Helmarshausen. Das ehemalige Benediktiner-Kloster Helmarshausen ist durch die Herstellung  des einstmals teuersten Buches der Welt, dem Evangeliar Heinrich des Löwen,  weltberühmt geworden. Jetzt wurde dieses Kunstwerk in das „Verzeichnis des national wertvollen Kulturguts“ aufgenommen. Es ist die Aufgabe des Kulturgutschutzes, das kostbare Buch vor einer Abwanderung ins Ausland, sowie Beschädigung zu bewahren. Damit ist gewährleistet, dass es auch zukünftigen Generationen unbeschädigt überliefert werden kann.

Freitag, 7. August 2015

Die Brandenburg

Eine Ruine mit Seltenheitswert

Ein wenig Abseits liegt die imposante Ruine der Doppelburganlage auf dem Brandenberg nahe dem thüringischen Ort Lauchröden nicht weit von Herleshausen. Abseits nicht nur im räumlichen Sinne oder hinsichtlich der – diplomatisch formuliert – wenig auffälligen Ausschilderung, denen Ortsunkundige folgen könnten. Auch ihre Lage im ehemaligen Grenzstreifen zwischen DDR und BRD machte die mächtige Festungsruine gewissermaßen zu einer „regia non grata“. Dabei waren ihre ersten Herren auch Burggrafen der rund 10 Kilometer entfernten Wartburg und die Brandenburg damit eine der größten Anlagen im einstigen Amt Eisenach des Herzogtums Sachsen-Eisenach.

Samstag, 1. August 2015

Ein Ausflug zur Krukenburg



Der Orient im Abendland

Modell im Mühlenplatz Oberweser
Immer noch trutzig überragt die Krukenburg das kleine Städtchen Helmarshausen oberhalb der hessisch-kurfürstlichen Hafenstadt Bad Karlshafen. Ein wenig ungewöhnlich wirkt sie auf das Auge des Betrachters, nicht nur von unten, sondern auch dann, wenn sich der Besucher auf dem Burggelände selbst befindet. Und das ist auch kein Wunder, denn der massive runde Bau, der sich beim Tritt durch das Burgtor als Ruine in den Vordergrund drängt, ist die Heilig-Grab-Kirche, die 1107 nach Plänen hier errichtet wurde, die der Abt des Helmarshäuser Klosters 1033 aus Jerusalem beschafft hatte.

Freitag, 18. Oktober 2013

Der Braunkohlebergbau bei Hessisch Lichtenau


Station Glimmerode - Hellkopfsee

 Still liegt er da, der Hellkopfsee, eindrucksvoll mit seinen mehr als einem Kilometer Länge und fast 500 Metern Breite. Von oben betrachtet – also vom Grimmsteig aus, der oberhalb des östlichen Endes vorbeiführt, oder aber vom Turm der Reichenberger Burg – gleicht er beinahe einem norwegischen Bergsee oder einem schottischen Loch der Lowlands, wenn da nicht der Blick über die Ebene am westlichen Ende des Gewässers streifen würde, der zeigt, dass wir uns hier am Rande der Hessisch Lichtenauer Mulde befinden.

Dienstag, 6. August 2013

Anleitung zum Beschwören von Geistern: Unibibliothek entziffert Zauberhandschrift

(Pressemitteilung Uni-Kassel, 6.08.2013) Seit letztem Jahr besitzt die Unibibliothek ein rätselhaftes Manuskript. Kasseler Wissenschaftlerinnen knackten nun den Code der Geheimschrift und übersetzen den gesamten Text. Auf knapp 90 Seiten erstreckt sich der geheimnisvolle Text. Statt Buchstaben enthält er chiffrierte Schriftzeichen, dazwischen Planetensymbole und Zeichnungen von Geistern. Als Dr. Konrad Wiedemann, Leiter der Handschriftenabteilung, das Manuskript in Witzenhausen von einem Privatmann erwarb, konnten er und seine Kasseler Kolleginnen schnell sagen, dass das Buch aus dem späten 18. Jahrhundert stammt. Doch was darin steht, blieb lange ein Rätsel, daher nannten sie das Manuskript „Zauberhandschrift“.

Montag, 30. Januar 2012

Galgen, Rad und Scheiterhaufen - Einblicke in Orte des Grauens

Eine Ausstellung des Neanderthal-Museums Mettmann in Kooperation mit dem Museum für Sepulkralkultur, vom 28. Januar bis 28. Mai 2012


(Presseinfo) Galgen, Rad, Scheiterhaufen – drei Wörter, die unsere Vorstellungen von der Grausamkeit mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Justiz anregen. Was aber wissen wir heute tatsächlich von jenen Richtstätten? Und was wissen wir von den Prozessen, den Verurteilten oder den Vollstreckern?

Donnerstag, 19. Januar 2012

1712 Letzter Vortrag Denis Papins in der Royal Society

1712 ist das vermutliches Todesjahr des vielseitigen Naturforschers und Erfinders

Die letzten Lebenszeichen Denis Papins, des Erfinders der rund 20 Jahre (1687-1707) im Dienste des Landgrafen Carl von Hessen stand, finden sich 1712. Dazu gehören sein letzter Vortrag in der Royal Society, ein Brief an den Sekretär der Society, Hans Sloane und der Eintrag des Schatzmeisters der Royal Society über eine Auszahlung von 10 Pfund an Papin.

Freitag, 16. Dezember 2011

Königliche Bibel überrascht mit rätselhaften Bildern

merkwürdige Bildsprache altfranzösischer Bibel von Kunstwissenschaftlern der Uni Kassel untersucht 

(Pressemitteilung der Uni Kassel) Mit ungewöhnlichen, teils rätselhaften Bildern überrascht eine Bibel aus dem 14. Jahrhundert den Betrachter. Forscher und Studierende der Universität Kassel haben erstmals versucht, die Bildsprache des prachtvollen Werkes zu entschlüsseln.

Freitag, 18. November 2011

Bruchbänder und Zahnprothesen: Über 140 Gräber archäologisch untersucht

Grabungsarbeiten auf dem Gelände der Universität Göttingen sind abgeschlossen

(Pressemitteilung der Universität Göttingen pug) Die archäologischen Voruntersuchungen auf dem Baugelände des geplanten Lern- und Studiengebäudes der Universität Göttingen sind abgeschlossen. In der nordwestlichen Ecke des Campus befand sich ehemals ein Friedhof der katholischen Michaelis-Gemeinde, der zwischen 1851 und 1889 genutzt wurde. Ein Team aus Archäologen einer privaten Grabungsfirma im Auftrag der Universität und der Stadt Göttingen hat knapp 600 Quadratmeter des insgesamt 4000 Quadratmeter großen Areals untersucht und 146 Gräber freigelegt.

Ausstellung: Wilhelm Dilich, Landtafeln hessischer Ämter

Ausstellung historischer Pläne und Karten auf dem Campus Holländischer Platz

(Pressemitteilung Uni Kassel) Wilhelm Dilich, Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser (1607-1625) - Unter diesem Titel zeigen Universitätsbibliothek, Studentenwerk und Fachbereich 5 vom 18. Oktober bis 22. Dezember 2011 eine Ausstellung hochwertiger Faksimiles.